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Wenn am kommenden Sonntag,
20. September, der Startschuss
zur 36. Auflage des Berlin-Marathons
fällt, wird Nordhessen
an diesem Tag stark vertreten
sein. Denn mit über 20
Läuferinnen und Läufern
geht der E.ON Mitte Kassel Marathon-Stützpunkt
Baunatal in der Hauptstadt an
den Start.
Das Team, das vor rund zwei
Jahren aus Laufanfängern
und ambitionierten Hobbyläufern
gegründet wurde, wollte
damals eigentlich nur "gesund
und fit zum E.ON Mitte Kassel
Marathon" kommen. Doch
das Lauffieber griff um sich.
Seitdem wird am Marathon-Stützpunkt
regelmäßig unter
Anleitung der Lauftrainer Horst
Kramm und Michael Erben trainiert.
Mit "Berlin" steht
nun für viele eine neue
Herausforderung an. Zwar ist
ein Teil bereits marathonerprobt,
doch viele betreten mit der
Bewältigung der 42km-Distanz
Neuland. Der Weg dahin war zuweilen
hart und erforderte Disziplin
und Durchhaltevermögen.
Besonders dann, wenn sonntags
die Nacht um 6.30 Uhr zu Ende
war, weil um 8 Uhr ein Trainingslauf
auf dem Programm stand. Besonders
dann, wenn es beim Intervall-Training
auf der Bahn in Strömen
regnete und das Wasser nur so
spritzte. Und besonders dann,
wenn in der Woche bereits vier
Trainingseinheiten absolviert
waren und man wusste, dass noch
eine Fünfte folgte. Die
Frage nach dem "Warum tue
ich mir das an" wurde dabei
nicht nur einmal gestellt. Dabei
ist die Antwort ganz banal:
Es macht Spaß. Denn die
Qual ist im Team erträglicher,
wird mit viel Humor genommen
und fordert gleichzeitig dem
Kampf gegen den inneren Schweinehund.
Die Belohnung für den langen
Weg wird kommen. Spätestens
wenn in Berlin über eine
Millionen Zuschauer an der Strecke
stehen, wenn 60 Bands am Rand
für Stimmung sorgen und
wenn nach 42 km endlich das
Brandenburger Tor in Sicht ist.
(kr)
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