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Vor der Deutschen Cross-Meisterschaft
hatten die Läuferinnen
und Läufer des PSV Grün-Weiß
Kassel auf die eine oder andere
Medaille gehofft. Dass es dann
gleich drei Meistertitel und
zwei Vizemeisterschaften wurden,
das hat die Erwartungen
weit übertroffen,
so Trainer Winfried Aufenanger.
Für den größten
Erfolg in der Deutschen Meisterschafts-Geschichte
des PSV sorgte vor allem der
Frauen-Power. Denn die Frauen
und Juniorinnen holten in Stockach
am Bodensee drei von vier möglichen
Gold- und eine Silbermedaille.
Und diese war noch mehr wert
als die drei Titel. Die 20-jährige
Anna Hahner lief hinter der
souveränen Siegerin Sabrina
Mockenhaupt (21:59) auf Platz
zwei im Frauenfeld (22:47 Minuten)
und sorgte damit für eine
echte Sensation. Mit dem Sieg
bei den Juniorinnen und den
Titeln mit dem Frauen- und dem
Juniorinnen-Team wurde sie zur
Gold-Anna der Cross-DM.
Bei den Juniorinnen galt sie
zwar als eine der Favoritinnen,
dass sie im Frauenfeld so auftrumpfte,
war für sie selbst unglaublich,
unbeschreiblich. Eine Medaille
war mein Ziel, aber dieser zweite
Platz ist eine Riesenüberraschung.
Immer wieder schüttelte
die Rimmelsenerin im Ziel den
Kopf und konnte es nicht glauben.
Ich bin einfach nur superglücklich.
Eigentlich galt Teamkameradin
Simret Restle als heiße
Kandidatin auf Platz zwei. Doch
die 25-Jährige war zwei
Tage vor der Meisterschaft von
einem Magen-Darm-Infekt heimgesucht
worden und ihr Start war nicht
klar. Doch sie rappelte sich
auf und stellte sich in den
Dienst des ambitionierten Teams.
Dann machte sie sich als Zweite
auf die Verfolgung von Solistin
Mocki Mockenhaupt,
bevor die Kraft nachließ
und sie auf Platz fünf
ins Ziel kam. Anna Hahner hatte
sich das Rennen perfekt eingeteilt
und machte in der letzten Runde
schließlich ernst. Lohn
für den taktisch erstklassigen
Lauf auf dem nach dem urplötzlichen
Schneetreiben sehr anspruchsvollen
und demzufolge Winter-Olympiareifen
6,8 km-Kurs: vier Medaillen.
Und die entschädigen für
die schweren Beine,
die Anna nach dem Rennen spürte.
Bald schon geht es nach Kanada
zur Cross-Studenten-Weltmeisterschaft.
Das hat mir gut gefallen
oben auf dem Podium, sagt
die Studentin und gibt
schon mal das Fernziel Olympia
2012 in London aus.
Mit ihrer überragenden
Mannschaftskameradin freuen
sich auch die anderen weiblichen
grün-weißen Laufasse.
Simret Restle (5./23:03) und
Lisa Hahner (12./23:44) sicherten
sich gemeinsam mit Anna Hahner
souverän den Meistertitel
bei den Frauen, Anna und Lisa
Hahner gemeinsam mit Dörte
Nadler (19./24:13) den Sieg
bei den Juniorinnen. Damit verteidigten
die jungen PSV-Läuferinnen
ihren Titel aus dem Vorjahr
erfolgreich und stellten auf
den Plätzen eins, vier
und sechs gleich drei Platzierungen
unter den Top Six. Abgerundet
wurde der Erfolg durch den vierten
Platz bei den Frauen mit dem
zweiten PSV-Team. Silke Optekamp
bei ihrem Meisterschaftsdebüt
für den PSV, (17./24:05),
Dörte Nadler und Katrin
Sporkmann (51./25:59) konnten
damit sehr zufrieden sein. Stefanie
Wiesmair war ebenfalls wegen
einer Magen-Darm-Verstimmung
kurzfristig ausgefallen
mit der zuverlässigen Thüringerin
und den in Johannesburg beim
JP Morgan-Lauf auf Platz zwei
landenden Cross-Spezialistinnen
Ellen Weber und Steffi Struschka
wäre wohl eine noch bessere
Ausbeute drin gewesen.
Im Glanz der Frauen lief es
bei den Männern nicht ganz
so rund. Für die fünfte
PSV- Medaille sorgte einmal
mehr der unverwüstliche
Dauerläufer Jürgen
Austin-Kerl. Mit Platz zwei
in der M 40 bestätigte
JAK seine starken
Leistungen des bisherigen Saisonverlaufes.
Bester Kasseler und bester Hesse
auf der 10,2 km-Langstrecke
war Thomas Thyssen als 20. (31:36),
der sich allerdings im Rennen
an der Wade verletzte und eine
bessere Platzierung deshalb
nicht möglich war. Da Julian
Flügel nach seinem Neuseeland-Aufenthalt
und einer Verletzung noch nicht
ganz fit war (36./32:29), Jörn
Harland nach fünfwöchiger
Zitterpartie erst ganz kurz
vor der DM grünes Licht
für einen Einsatz von den
Ärzten bekommen hatte (38./32:33)
und Neuzugang Boris Giesen (61./34:31)
im Rahmen der Möglichkeiten
blieb, musste sich das Team
diesmal mit Rang sieben begnügen.
Zwei Plätze besser war
in der M 40/45 das Trio mit
Jürgen Austin-Kerl (2.),
Mathias Rüdiger (27.) und
Jürgen Wagner (41.).
Bei seinem Debüt in der
A-Jugend war für Robel
Mesgena die 6,8 km-Distanz noch
etwas zu lang aber ein
erster Prüfstein. Beim
Sieg des U18-WM-Sechsten Marcel
Fehr spurtete der 17-Jährige
auf den letzten 400 Metern aber
immerhin noch couragiert auf
Platz sechs (20:48). Leider
wurde das Team gesprengt, nachdem
sich Laszlo Kroll in der dritten
Runde bei einer Bergab-Passage
eine Bänderdehnung zuzog.
Marcel Saur wurde 66. (23:45).
Das starke Feld der B-Jugendlichen
lag sehr eng zusammen. Der erste
DM-Auftritt von Hendrik Franke
im PSV-Trikot brachte Platz
44 (13:24), nachdem sich der
15-Jährige beim Start im
Gewühl leicht verletzt
hatte und sich von Platz 90
nach vorne arbeiten musste.
Peter Zimmermann wurde 72.,
Leonard Wenning 105.
Ohne die verletzten Reinhard
Leibold und Walter Wetzke mussten
die Oldies antreten.
Bester in der Alterklassenwertung
M60/M75 wurde Helmut Schulhauser
als Siebter. Weitere Platzierungen:
Klaus Kropsch (16.), Reinhardt
Gehrmann (16.), Theo Hohmann
(18.) und Wilfried Ebhardt (25.)
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